Reichen 1,5 Jahre Praxis bis zum Lehrer? Gutachten alarmiert Verbände | hessenschau
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21 Monate dauert das Referendariat für angehende Lehrkräfte in Hessen – bundesweit einer der längsten Zeiträume. Ein Gutachten schlägt nun eine Verkürzung vor, um Kosten zu sparen und Lehrkräfte schneller an die Schulen zu bringen. Doch der Vorschlag sorgt für Kritik.
Ihr vergesst, dass da 5 Jahre Studium vorhergehen... Dann ist doch eher die Frage, ob das Studium unnötig ist
Hintergrundfoto auf dem Thumbnail: Archiv
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Für das bisschen Biologie, was ich im Studium hatte, war ich Referendar im Bio-Leistungskurs. Wozu braucht ein Mathe-Lehrer einen, mit dem Master zu vergleichenden Abschluss, um das unterrichten zu können, was er selber in der Schule schon gelernt hat? Das ist doch völlig inferiore Verwendung akademischer Bildung.
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Trick: Die Bewertung im Ref. entschärfen. Mentoren evaluieren mit Konsequenzen. Mehr Ausgleichstunden für die Mentoren. Mehr Support Personal an Schulen.
Aber naja, das System ist recht chaotisch. Es hängt stark von der Selbstorganisation der Schule ab, wie runde es läuft. Sprich: mehr Softskills/Kompetenz beim Lehrpersonal macht Schule besser.
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Prima, es geht nicht um Qualität, sondern um Sparsamkeit…🫠
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Mein Referendariat in BaWü hat zwei Jahre gedauert (von 91-93). Ich denke, die Referendare heute sind nicht wesentlich schneller als wir damals.
Ok, Arbeitsblätter am Computer entwerfen geht natürlich schneller als Matrizen vielfarbig gestalten, aber ob das drei bzw. Sechs Monate ausmacht ?
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Ob die Lehrer jetzt nach 12 Monaten oder 18 Monaten dauerhaft fehlen dürfte für die Schüler unerheblich sein.
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Die Diskussion geht in eine falsche Richtung. Meine Erachtens ist die Länge nicht wirklich entscheidend, wenn die Vorbereitung stimmt.
Es müsste konzeptionell im Studium angesetzt werden, um Beispiel durch zielgerichtete Veranstaltungen und vor allem einem Praxissemester mit regelmäßig zu haltendem Unterricht.
Ich hab in meinem Lehramtsstudium zumindest in Mathe NICHTS sinnvolles gelernt.
Aber naja, das kostet ja wieder Geld und darum will man ja nicht investieren...
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Und immer täglich um 19.30 Uhr im hr-fernsehen.
Habe das Referendariat als Quereinsteiger begonnen und musste ab Tag 1 eigenen Unterricht geben und vorbereiten. Für mich ist das garnicht so schlimm. So habe ich gleich einen Realitycheck bekommen. Viel problematischer im Ref sehe ich die ganzen Prüfungsleistungen die man absolvieren muss. Mir würde es neben den Seminaren (Ein bisschen wie Berufsschule) helfen, wenn ich mich stärker auf den eigentlichen Unterricht konzentrieren könnte und ich nicht ständig irgendwelche Leistungen für meine Seminarleiter vorbereiten müsste. Ich habe jeden Monat mindestens einen Unterrichtsbesuch, bei dem dann richtig ne Show abgeliefert wird. Dafür müssen häufig Unterrichtspläne an Schulen geändert werden. Auch wird bei diesen Besuchen nicht einfach eine normale Unterrichtsstunde aus meinem Programm gezeigt. Nein, ich passe meinen Unterricht ao an, dass dann zum Zeitpunkt des Unterrichtsbesuches etwas ganz Tolles zeigen kann. Oben drauf fällt eine umfangreiche Dokumentation im Rahmen der Vorbereitung für die Besuche an. Meistens geht dafür mindestens ein Wochende drauf. In dieser Zeit leidet der restliche Unterricht, weil ich mich auf die Vorbereitung des anstehenden Besuches fokussieren muss.
Ich würde das Ref dahingehend umstellen, dass es weniger dieser Besuche gibt und damit mehr Zeit für das erlernen des Lehrerhandwerks bleibt. Die Dauer von 1 1/2 Jahren finde ich ganz okay, aber ich bin auch Quereinsteiger und der Umstieg auf das Ref hat zu gewaltigen Gehaltseinbußen geführt. Ich verdiene aktuell nicht einmal die Hälfte des Betrages, den ich vorher als Ingenieur verdient habe, aber arbeite deutlich mehr als 40 Stunden pro Woche. Bin also froh, wenn ich in etwa einem Jahr wieder genug verdiene, um nicht mein Erspartes weiter abschöpfen zu müssen.
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So ein Schwachsinn, dass das Referendariat in jedem Budesland unterschiedlich ist. Vor allem was Zeit und auch die unterschiedliche Anzahl von Unterrichtsbesuchen angeht. Vielleicht klingt es komisch, jedoch ist das Referendariat manchmal sogar innerhalb eines Bundeslandes (bspw. Hessen) von Seminar zu Seminar unterschiedlich, was die Anforderungen angeht…
@yt50Ich verstehs wirklich nicht ...
Bin aus BaWü und hätte mir bisher immer das hessische Modell gewünscht, damit es zu Beginn mehr Eingewöhnungszeit und eben etwas weniger Dauerstress/Prüfungsdruck gibt. Ich fürchte, hier geht es wieder mal nur ums Sparen ...
Wie immer liegt hier ein Missverständnis vor: Das Referendariat ist realiter gar keine Qualifikationsphase, sondern eine bloße Berechtigung, ähnlich einem Parkschein. Danach darf man "unbeaufsichtigt" unterrichten und "kann" irgendwann auf Lebenszeit verbeamtet werden. Eine wirklich befähigte, reflektierte und wirksame Lehrkraft ist man aber wahrscheinlich erst nach ca. 4 bis 6 Jahren im Beruf. Dabei heißt es vor allem "learning on the job", und alle Kollegen, die wie ich Mitte 40 und seit mindestens 10 Jahren dabei sind, wissen das auch.
@christophermuller6607Also ich kann euch aus eigener Erfahrung sagen: es dauert alles zu lange im Lehramtsstudium. Ich habe Lehramt für Gymnasien studiert und arbeite jetzt in einem Unternehmen als Coach. 50% meiner Kommilitonen sind nicht in die Schule gegangen sondern machen mittlerweile andere Jobs weil es sich einfach nicht lohnt, erst mit 28 oder 29 die Verbeamtete Stelle in der Tasche zu haben. Alles sehr traurig…
@BennisBricksin bawü gab es früher 24 monate an zwei schulen, alles konnte in ruhe gelernt werden. 12 monate begleiteter unterricht. jetzt sollen einfach lehrkräfte ersetzt werden durch refis. ist ja auch viel viel billiger
@semina6449Lehramtsstudium als Dualen Studiegang umwandeln, so wie es bei anderen Behörden Beamten auch der Fall ist...
@piabummelz8754Sind wir mal ehrlich, auf die tatsächliche Realität bereitet das Ref doch eh nicht vor, egal wie lang es ist, ob nun 12, 18, 21 oder 24 Monate. Meine UPP ist bestanden, mein Ref geht auf dem Papier noch zwei Wochen. Ich habe mich danach für eine kurze Auszeit von drei Monaten entschieden, um überhaupt erstmal langfristig wieder auf mein Leben klarzukommen. Um mir nach anderthalb Jahren, die ich praktisch für die Arbeit gelebt habe, in denen ich außer meinen Eltern und meinem Partner am Wochenende an einer Hand abzählen kann, wie oft ich es geschafft habe, mich mit Freunden zu treffen, in dem ich an einer Hand abzählen kann, in wie vielen Wochen ich länger als 10 Minuten Sport gemacht habe, in denen ich außer essen, schlafen und arbeiten unter der Woche kaum etwas gemacht habe. Und ich nehme mir diese drei Monate auch, um mich selbst daran zu erinnern, dass ich mir jetzt selbst aneignen muss, auf was mich das Ref eigentlich hätte vorbereiten sollen. Nämlich nicht wie gut ich eine Unterrichtsstunde vorbereiten kann, wenn ich, da sie benotet wird, nicht darauf schaue, wie lange ich sie vorbereite (was für UBs und die UPP, aber auch für regulären Unterricht, in dem meine Mentorinnen drin saßen durchaus 10 Stunden Vorbereitung oder auch noch mehr sein konnten), sondern mich darauf vorzubereiten, wie ich künftig mit 27,5 verpflichtenden Unterrichtsstunden pro Woche (denn mal ehrlich, hier in NRW als kinderlose Person ohne zu pflegende Angehörige oder eine GdB über 50 eine Teilzeit durchzubekommen ist ein Ding der Unmöglichkeit) meine Vorbereitungszeit so einteile, dass ich in den 40 Stunden bezahlter Arbeitszeit möglichst effizient alle diese Stunden vorbereite und dabei gleichzeitig alles, was sonst noch so anliegt, erledigt bekomme und das in diesen 40 Stunden bezahlter Arbeit. Das darf ich mir jetzt in Eigenregie selbst beibringen. Aber ich weiß immerhin, wie man eine Unterrichtsstunde so perfekt vorbereitet, dass diese Vorbereitung mehrere Wochen in Anspruch nimmt. Das wird mir sicherlich in der künftigen Praxis noch sehr sehr viel bringen.
@superwholockpotterhead9247In Brandenburg dauert das Ref nur 12 Monate. Alle sind glücklich und die Lehrer hier sind sogar besser als im benachbarten Berlin, wo das Ref 18 Monate dauert.
@hhh.2228Ein "Wirtschaftsberatungsunternehmen" urteilt über die Lehrerausbildung. Finde den Fehler. Es geht definitiv nur um Einsparungen und auf die Qualität wird geschissen. Bildung ist Deutschland einfach nichts wert. Traurig.
@Marc-w2hJao jetzt arbeiten bis 73 🤣
@mausi28Wenn das Lehramtstudium dual wäre, könnte man sich das Referendariat sparen, die Studierenden würden Anwärterbezüge erhalten (ganz wie der Name LehrAMT suggeriert) und das Studium könnte besser in Regelstudienzeit abgeschlossen werden. Dadurch würde das Lehramtstudium um einiges attraktiver werden.
@moritzwalter7567Also eine Einführungszeit von 1,5-2 Monaten sollte nicht unterschritten werden. Man muss doch als Berufseinsteiger/in erstmal die Möglichkeit haben eine Schule mit ihrem Konzept, ihrer Lehrweise und Atmosphäre kennenzulernen, damit man einen ähnlichen Kurs fährt. Wenn dann die Unterrichtsbesuche dem verkürzten Zeitraum entsprechend angepasst werden, ist das durchaus auch realistisch. Aber fahrt das Ding doch nicht sofort gegen die Wand und probiert die gleichen Inhalte in den kürzeren Zeitraum zu packen. Lehrkräfte sind doch schon jetzt eine Gefahrengruppe für Burnout und andere mentale Probleme.
@Sophie-mt8yfDass das Referendariat unterschiedlich lang pro Bundesland ist, ist doch schon der erste Fehler 🤣
@Blume3461,5 Jahre reichen. Sind in Niedersachsen auch nur 18 Monate und das reicht völlig.
@MDMK1996Als Vorraussetzung genügt ein Seepferdchen!!!
@dirrtybudd8872