Stark nach außen, krank nach innen: Hochfunktionale Depression! | Terra Xplore mit Leon Windscheid
Video Overview & Insights
Innere Leere spüren und trotzdem jeden Tag „funktionieren“ – wie ist das möglich? Manche Menschen leben mit einer Depression, ohne dass ihr Umfeld etwas bemerkt. Nach außen wirken sie leistungsfähig und gut gelaunt, manchmal so überzeugend, dass sie sich selbst täuschen. Dieses Phänomen nennt man „hochfunktionale Depression“. Die Symptome bleiben hinter einer perfekten Fassade verborgen – bis die Betroffenen den Mut finden, sich zu öffnen, oder es zu einem Mental Breakdown kommt und nichts mehr geht.
In welcher Situation hast du schon einmal eine „Rolle“ vorgespielt?
Psychologe Leon Windscheid spricht mit 9 Betroffenen. Sie berichten von ihren Erfahrungen: Was war der Auslöser für ihre Erkrankung? Wie gelang es ihnen, die Depression so lange zu verbergen? Was hat ihnen geholfen, die innere Leere zu überwinden? Und: Was wünschen sie sich von der Gesellschaft im Umgang mit dieser Krankheit? Depression ist eine komplexe Erkrankung mit vielen Gesichtern. Es gibt 227 verschiedene Symptomkombinationen, die eine Diagnose erfüllen können. Doch wie erkennt man sie bei sich selbst oder anderen?
#Burnout #Druck #Leistung
Endlich mal über jemanden älteres und deressionen berichtet. Viel mehr von den älteren depressiven berichten.
Das Thema interessiert dich? Dann findest du hier die ganze Folge zur „Hochfunktionalen Depression“ https://kurz.zdf.de/VrCj/
Falls du das Gefühl hast, mit deinen Problemen allein zu sein und nicht weiter zu wissen – hier findest du Hilfe:
Wie meister joda sagen würde: Schrecklich das leben ist. Alleingelassen du wirst. Weil alle fertig mit sich selbst ist.
deutschlandweites Info-Telefon Depression 0800 33 44 5 33 (kostenfrei)
Krisendienst Psychiatrie: Tel. 0800 6553000
Respekt an an die Teilnehmer! Bei mir ist es so: meine Katze rettet mich jeden Tag aufs neue. Sie gibt mir einen Sinn weiter zu machen und sie urteilt nicht. Sie versteht eine Depression zwar nicht aber wir sind einfach für einander da. Psychopharmaka helfen doch die Verantwortung für und bedingungslose Zuneigung von meine/r Mietze sind die eigentliche Motivation. Gruß von der crazy Cat Lady 😸
Telefonseelsorge: 0800/1110111 oder 0800/1110222
https://online.telefonseelsorge.de
hab depressionen und letztens meinte ein typ mitte 50 bei mir zum sport lächel doch mal. hätte heuln können
www.deutsche-depressionshilfe.de
Für Angehörige: www.bapk.de
Danke an die Beteiligten für die Offenheit. Ihr habt mich sehr abgeholt. Passt auf euch auf ❤
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KAPITEL:
Es muss der Hölle sein sich nicht frei outen zu können. Respekt!
Sie haben mein volles Mitgefühl ! Ich weiss nicht, ob ich das gekonnt hätte, wenn ich ein homosexueller Man gewesen wäre. Für mich war offen lieben und es frei auszuleben so wichtig als junge erwachsene Frau.
00:00 Studioexperiment: Wie erleben Betroffene ihre Depression?
01:30 Marcellas Erfahrungen mit Mobbing und ihre Fassade
Manchmal sieht man es auch selbst nicht. Bei mir wurde am Anfang der Therapie die Diagnose Depression gestellt. Ich dachte, dass die Therapeutin das nur mit aufgenommen hat, um die Therapie zu rechtfertigen. So blöd das auch klingt, aber das Hörbuch von Kurt Krömer hat mir die Augen geöffnet. Erst da konnte ich es sehen. Ich schloss die Therapie ab, mir ging es gut. Leichtigkeit war in meinem Alltag angekommen. Für mich ganz neu. Ich konnte mich nicht erinnern, ob ich diese Leichtigkeit jemals in meinem Leben gespürt hatte. Irgendwann kam die Schwere zurück. Mein Umfeld und mein Alltag forderte wieder das Funktionieren. Ich habe nach Psychiatrischen Praxen gesucht, um mich bzgl medikamentöser Unterstützung beraten zu lassen. Ich habe keinen gefunden, der noch Patienten aufnimmt. Keine Pointe. Ich hangle mich mit den erlernten Skills aus der Therapie durch den Alltag und das Leben. Es kostet unfassbar viel Kraft und es fühlt sich wie ein Kartenhaus an, was auf dringende Stabilisierung wartet. Die Frage ist nur, was eher kommt. Die Stabilisierung oder der Wind.
Was mich unfassbar stört ist, dass man mit einem Gips am Bein nicht zum Marathon geschickt wird. Mit Depressionen muss man aber abliefern. Ein Satz, den ich wohl nie vergessen werde: "Hast du deine Probleme jetzt endlich in den Griff bekommen?" Danke für nichts. 🤦♀️
02:40 Juliana spricht offen über ihre Depression
03:13 Komorbidität – mehrere Diagnosen bei einer Person
Ich wusste lange nicht das das Depres.sind ..aber als ich wegen kleinichkeiten schon weinen musste egal ob vo Leid o Freude..odet ganz plötzlich wenn ich im Bett liege ..Buss fahre o mur daran denke was mich belastet ..u als dann noch meine beste Freundin starb war ich so fertig...hoffnungslos ausichtslos eimsam zurückgezogen ..lärmempfindlich usw..einfach ganz anders als die letzten Jahre..steck noch drinnen aber es wirt besser ich schaff das scho wie vieles in meinem Leben ...also Augen u Ohren auf nicht jedes lachen ist echt...lG.an alle
03:55 Matthias erzählt von seinem Nervenzusammenbruch
05:08 Depression ist eine potentiell tödliche Krankheit – hier gibt es Hilfe!
Super Ansatz von Goffman! 🙏🏻
05:29 Wie fühlt sich eine Depression an?
05:51 CTA
wenn man bedenkt wie viele Drogen heutzutage genommen werden sollte man vielleicht eher stolz darauf sein Medikamente zu nehmen und ne Therapie zu machen :D meine Meinung...
Danke DANKE! und nochmals DANKE für diese Beiträge. Das ist unfassbar wichtig. Danke an alle Beteiligten und vor allem an die mutigen Menschen die wir hier hören durften. :)
06:03 Birgit war ein „Roboter“
07:00 Psyche und Körper hängen zusammen
Doch, man ist alleine!
Jeder erkennt scheinbar an, dass ich eine Depression habe
-Hausärztin Psychologin, Psychiaterin. Letztere verordnete Ergotherapie „Wir sehen uns in 3 Monaten.“
Dann war ich wieder alleine.
Ich finde keinen Terapeuten, alle voll.
Jetzt stehe ich auf einer Liste,
vllt. habe ich ja irgendwann Glück…
07:53 Der Vorhang fällt: Wie war es offen über die Depression zu sprechen?
08:17 Chantal: „Beruflicher Breakdown“
Ist starke Reizbarkeit und Unruhe auch ein Zeichen der Depression? Schon seit einiger Zeit regt mich alles um mich herum auf, teilweise Leute, denen ich nur draußen brgegne und die ich nicht kenne, allein ihr Anblick und dass sie da sind ist mir schon zuviel. Habe das Gefühl, dass meine innere Zündschnur immer kürzer wird und ständig das Gefühl, ich muss mich innerlich zusammenreißen
09:09 Marc: „Ich musste immer der Beste sein“
10:17 Reinhard: „Familiäre Schicksalsschläge waren der Auslöser“
11:06
"Ich kenn auch viele Angehörige, die (...) sind irgendwann selber kurz vorm Zusammenbruch."
– Danke, dass ihr das hier so treffend formuliert habt. Ich bin selbst Schwester einer betroffenen Person und liebe sie so unendlich, dass ich es nach einigen Jahren der Zurückweisung nicht mehr ausgehalten habe. Gerade WEIL man die Person so liebt, tut es ja so weh ...
Viele Jahre habe ich Verständis gehabt, ihr Zeit gegeben, mir bewusst gemacht, dass sie mich liebt und den Kontakt suchen würde, wenn sie nur KÖNNTE. Das ging mit Hochs und Tiefs sehr gut, aber mittlerweile KANN ich einfach nicht mehr ... 😔
Wenn es hier andere gibt, die ähnlich empfinden, freue ich mich über einen Austausch :)
11:22 Dirk: „Ich habe meine Familie immer mit einbezogen“
11:38 Depression ist keine Frage des Mindsets
Hab seit 20 Jahren Depressionen und nix hat geholfen, war in Kliniken, Medikamente...
12:31 Fazit: Was hat geholfen?
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Mit 19 ausgezogen und mit 22 ne ausbildung abgeschlossen, ein jahr in der ukraine sozialdienst geleistet, 2 jahre gearbeitet und dann nochmal fachabi und studium hinterhergeschoben und das stand jetzt 5 jahre selbst finanziert
Mit erreichen des 30 lebensjahres war dann alles auf und zu.
Freundin weg job weg motivation und kraft weg.
Mit 30 jahren völlig ausgebrannt noch nicht fertig mit uni und leider auch verschuldet weil es bleibt halt auch begrenzt zeit zum lernen/arbeiten/haushalt/sozialleben.
Seit 5 jahren habe ich kaum mal ein wochenende frei gehabt wegen nebenjobs und jetzt nach 3 jahren das erste mal nen urlaub gemacht... wenn das so jetzt 35 jahre bis zur rente weitergeht nehm ich mir gerne vorher einen strick.
Also spass am leben oder work-life balance ist was anderes.
Das schlimme daran ist man wird gerne und oft als faules stück bezeichnet weil die sichtbaren ergebnisse ausbleiben
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Terra X im ZDF streamen: https://kurz.zdf.de/AyA/
"Schön"das auch so viele Männer den Mut haben darüber zu sprechen....!
Ich bin noch auf dem Weg dahin
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Puh, schwere Kost.
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UNSERE QUELLEN
Ich habe jahrzehntelang funktioniert, Ende 2025 ging garnichts mehr. Die Ausbildung bei einem cholerischen Rechtsanwalt hat mich sehr geprägt, nur keine Fehler machen, 100% ige Leistung, jeden Tag Überstunden ohne Ausleich. Dann Arbeitsplatzwechsel, alles top, aber irgendwann fühlte ich mich nicht ernst genommen und andere Sachen kamen hinzu und letztes Jahr ist meine Mutter ins Pflegeheim gekommen und der dazugehörige Behördenkram hat mich wieder zusammenbrechen lassen...
Drei Monate Tagesklinik, die Therapeuten haben mir wirklich weitergeholfen, aber ohne Medikament geht es nicht...
Was mir hilft: Ich bin nicht allein.
WIR sind nicht allein👍
👉 So häufig kommen Depressionen vor: https://www.deutsche-depressionshilfe.de/depression-infos-und-hilfe/was-ist-eine-depression/haeufigkeit
👉 „Funktionale Depression“ https://www.zdfheute.de/ratgeber/gesundheit/funktionale-depression-symptome-100.html
großen respekt an alle die hier gekommen sind und so offen reden.
👉 Depressionen haben viele Gesichter: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/25266848/
👉 Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie,
... Mit meiner körperlichen Kraft total am Ende war wenn es gar nicht mehr so schwer extrem psychisch und bekloppt ist war sondern dass ich einfach nur also nur in "mit meiner körperlichen Kraft wenn ich trotz alledem vieles hätte machen können wenn ich jetzt nicht im Wohnheim gelandet wäre und
Psychosomatik und Nervenheilkunde: https://www.dgppn.de/publikationen/leitlinien.html
👉 Hilfe für Angehörige https://www.deutsche-depressionshilfe.de/depression-infos-und-hilfe/rat-fuer-angehoerige
Erzählt es im Umfeld und gute Menschen helfen.
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CREDITS
Der Mut dieser Menschen erfüllt mich mit Stolz!
Buch und Regie: Andrea Wiehager-Philippi
Kamera: Axel Thiede
Ich habe regelmäßig depressive Phasen, zum Glück bin ich nicht in eine andauernde Depression gerutscht.
Der Satz: „Du musst nur positiv denken“ ist natürlich überspitzt, aber ein bisschen ist da schon dran. Wenn man sich länger und intensiver mit positiver Psychologie beschäftigt und sich wissenschaftlich mit dem Thema Glück beschäftigt merkt man schnell, dass es viele Wege gibt strategisch Glück zu provozieren.
Natürlich wird man dadurch nicht andauernd glücklich, aber es gibt einem Strategien das Glück mehr zu sehen und so einen Anker an dem man sich hochziehen kann.
Wichtig finde ich es auf seinen Körper zu hören und es zu trainieren auch kleine Signale einzuordnen zu können
Montage: Elisabeth Hirsch
Produktion: Antje Galonske, Yvonne Kalinowski, Ulrike Römhild, Paul B. Müller, Jost C. Laubacher
Das System ist nicht schon seit gestern kaputt. Ich kann nicht mehr!!!
Das Leben ist eine Strafe Gottes!!!
Redaktion: Veronica Pieper, Philipp Gölter, Martina Sprengel, Marc Elvers
Es ist so schmerzhaft das zu hören und zu wissen, wie viele Menschen betroffen sind und wie sie leiden. Das macht etwas mit einem!
More User Perspectives
Das Schlimme an Depressionen ist, dass man krank wird, weil man viel zu lange zu stark war für sich und für andere. Nicht zu schwach, wie die meisten denken. Und wenn man dann krank ist, muss man alleine stark genug sein, um da wieder rauszukommen.
Meiner Meinung nach sind die Menschen, die sich aus einer Depression befreien die aller stärksten Menschen. ❤
Ich leide unter mein Entwicklungstrauma und Traumatas durch sexueller Gewalt. Mit dieser Last zu funktionieren geht einfach nicht. Mit knapp 60 Jahren habe ich das Gefühl in dieser schnelllebigen Gesellschaft, nicht genug Zeit und Verständnis für mich zu bekommen. Immer wieder bricht es um mich zusammen. 😢
@masfieldh3040Starke Menschen!
@carina7534was war denn das für ein Quicki, wurde den Protagonisten nicht gerecht
@Storchentante-w2oIch gehe zwar offen mit meiner Depression um und es wissen alle. Leider stößt man dennoch auf Distanz. Die Chef´s machten weiter Druck und wurden erst ruhiger als ich mit Anzeige wegen Körperverletzung drohte. Leider habe ich die Suche nach Hilfe aufgegeben. Das kostet mich, zumindest gefühlt, mehr Kraft als weiter zu funktionieren. Hab die Schnauze voll von diesem Hilfesystem. Geht eben nur um Geld und nicht um Menschen im Kapitalismus.
@TL-ph1pkIch danke euch vielmals für diese wertvolle Aufklärung. Ich bin 20 Jahre alt. Ich wollte und leider will ich auch immer noch überall so perfekt wie möglich sein. Ich hatte neben dem Gymnasium jeden Tag mind. 1 weiteres Hobby. Mit 14 bin ich depressiv geworden. Seither bin ich in Behandlung. 6 Jahre von Klinik zu Klinik, zu ambulanten Therapien. Ich war nicht in der Lage weiter die Schule zu besuchen, eine Ausbildung zu starten oder zu arbeiten. Dabei wäre das mein größter Wunsch. Mittlerweile habe ich 6 Diagnosen und mir fällt auf, dass ich ab einem Alter von 4 Jahren, nur gekämpft habe. Ich wünsche mir so sehr, dass in der Schule mehr aufgeklärt wird über psychische Erkrankungen. Prävention wäre so wichtig und vor allem Entstigmatisierung!
@Marshamueller1440Mein Bruder hatte auch Burnout. Ihm ging es so schlecht, dass er sich dad Leben genommen hat !!!!!
@MichaelSablonskiHab ne Depressive Ausprägung.
@MichaelSablonskiDanke.
@StephAnie-td1etIch habe mir Hilfe geholt vor 9 Jahren. Heute kämpfe ich um das Umgangsrecht meiner Tochter. Und es wird mir vorgehalten dass ich mir Hilfe gesucht habe. Ich sei physisch krank. Und das vom Jugendamt Verfahrenbeiständerin Richterin und Gutachter. Ehrlich gesagt kann ich Menschen jetzt wirklich verstehen die sich keine Hilfe suchen. Ich fühle mich total Vorurteil. Das ist so traurig und schmerzhaft
@GabiMuttiRezidivirende Depression, Borderlinestörung, ptbs, Angst und Panik Störung . Das berührt mich wahnsinnig doll, was die einzelnen Personen beschreiben. Und weinen kann ich auch nicht. Und ich habe auch viele Fassaden. Stark sein ist das A und O für mich. Ich habe mir nie was anmerken lassen. Bin aus der ehemaligen DDR und wurde bereits in der Schule gemobbt. Ich war sehr kräftig. Bin mit 15 in eine Essstörung geraten. Bin mittlerweile mit Medies gut eingestellt und hatte verschiedene Therapien und habe regelmäßig Termine bei meinem Psychiater. Vielen Dank für diese Reportage
@mandyk.9230Ich spiele die ganze Zeit eine Rolle ich habe Angst und habe Angst zu versagen. Meine Mutti ist vor einem Jahr gestorben habe sie 3jahre gepflegt und ich habe es gern gemacht.Aber mein Körper ist am Ende. Aber durch Ergotherapie und Medizinische Psychologin geht es etwas besser.
@janinaherzog2760Mega geiles Format. Finde ist super wichtig und geil
@babybird761Ich sehe so eine Sendung und das fühlt sich alles ein bißchen wie 'Puppentheater' an, wenn man sich die Realität der mangelnden Hilfswege betrachtet, also daß wenn das ZDF keine NATO-Kriegslügenpropaganda betreiben würde, dann müßte es vielleicht auch nicht so viel Aufklärungsarbeit machen, damit soziales Leid gemindert werden kann. Es ist nämlich diese Verkommenheit des Systems, die Depressionen nährt; besonders bei Menschen, die sich nicht einfach auf egoistische Angelegenheiten beschränken können, sondern sich ums Ganze sorgen.
Probleme an der Wurzel lösen, dann muß man sich nicht so im Detailchaos verheddern. Ansonsten sind alle Bemühungen nur ein sinnloses Aufbäumen auf dem Weg des Niedergangs.
Und Infotelefone und Ratschläge nützen auch wenig, wenn handfest nichts aufbaut. Wenn die Notizliste von den Wegen, wie man Hilfe suchen soll/kann, immer länger wird und sowas gar nicht zu bewältigen ist, wenn man weiß, wie man Heilung erlangen kann, aber dies nicht verfügbar ist, dann schlägt das Dilemma so richtig zu. Es ist ein gesellschaftlicher Selbstschwindel, um eben davon abzulenken, daß kaum jemand das allesbestimmende Problem lösen will. (Zu diesem Thema ist auch der Film "Joker" aufklärerisch wertvoll, und da noch nicht mal jenseits der Idee, daß Medikamente die Lösung sind, sondern in noch verhöhnenderer Ausprägung, daß jemand nicht mal mehr seine symptommanagenden Medikamente bekommen konnte. - Da sind/waren wir auch schon.)
Und wenn es dann zur Krise kommt, ja dann soll man eben einfach in die Klinik auf Drogen gesetzt werden und dann ist man ausreichend gemanagt, hah. Hauptsache die Pharmafia-Wirtschaft erlebt keine Depression.
Man kann nicht leben, solange man dazu genötigt wird, als Vollzeitjob Krieg gegen ein kaltherziges System zu führen; nur in der Hoffnung, sich im behördlichen Ellbogenrempeln die nötige Hilfe zu erkämpfen. Und solche Zustände werden dann letztenendes auch grundgesetzrelevant.
Wir vergeuden so viel Potential, das die Lösung herbeiführen könnte, durch mangelnde Investition.
Ich habe seit der Grundschule Depressionen. Das erste Mal angesprochen habe ich es mit 32, 33. Und die erste Reaktion war: "Hahaha, DU hast doch keine Depression!" 🤡 Etwas später sagte nochmal jemand: "Du bist so ruhig, du siehst gar nicht depressiv aus." Ich checke einfach nicht, was das eine mit dem anderen zu tun hat. Ich funktioniere, ich mache, ich bin Krankenschwester und es werden so viele Dinge von einem erwartet. Wenn ich mich krank melden muss, weil gar nichts mehr geht, denke ich mir körperliche Krankheiten aus, weil ich eigentlich noch nie Verständnis für meine Depressionen erfahren habe. Am liebsten möchte ich im Bett bleiben für immer, aber für mein Kind, meine Arbeit muss ich funktionieren. Auch mein Mann hat es nicht wahrhaben wollen bis er die Diagnose schwere depressive Episode schwarz auf weiß gesehen hat. Selbst jetzt akzeptiert er es, aber sehen möchte er es nicht. Man muss sich so sehr beweisen, man muss mitlaufen, es ist einfach so schwer. Ich weiß nicht wie ich aussehen muss, dass jemand Verständnis für mich entwickeln kann. Ich würde gern allein irgendwo in der Natur leben, in irgendeiner Hütte, in der ich traurig sein kann wie ich möchte.
@KistelsChrindWichtiges Video danke dafür
@TimWerners"Ja, aber du bist sooo fröhlich", he ja...weil es viel einfacher ist als jedem zu erklären wie es einem geht.
@ZoraSchwarz9Die Maske trage ich täglich, eigentlich sobald ich das Haus verlasse, aber auch gerne bei Telefonaten.
Es gibt nur ganz selten Momente, wo ich keine Kraft habe, mir die Maske der fröhlichen Person aufzusetzen.
Aber ich bin sehr dankbar dafür, dass meine Familie mich so akzeptiert, wie ich bin und mit meiner Depression .. ganz besonders meine Mama, welche mein größter Anker ist.
Die Diagnose habe ich seit 2010 und ich weiß, ich werde bis zu meinem Lebensende die Depression haben.
Seit ich aufgehört habe gegen sie anzukämpfen und sie akzeptiere, läuft das Leben etwas besser, denn sie gehört nun zu mir.
Ich habe seit 2010 viel durchgemacht .. viele Psychiatrieaufenthalte, einen Selbstmordversuch nach einem Psychiatrieaufenthalt, regelmäßige Selbstverletzung etc.
So richtig besser geworden ist es aber seit der ambulanten psychiatrischen Pflege (APP). Leider bin ich jemand, der in der Theorie weiß, wie ich Sachen angehen muss, aber es scheitert an der Umsetzung und hier bin ich froh, dass mich die APP an die Hand nimmt und mit mir an der Umsetzung arbeitet und mich anleitet.
Inzwischen kann ich auch sehr gut erkennen, wer oder was mir nicht gut tut. Gerade nach dem Lösen von einigen Personen merke ich, dass es mir deutlich besser geht.
Dies alles war ein langer Weg für mich , aber er ist noch nicht zu Ende.
Ich entscheide nämlich, welchen Weg ich bei der nächsten Gabelung weitergehen möchte und nicht die Depression.
Hört einfach auf zu heulen man ist nicht auf der Erde damit es einem gut geht oder man Spaß hat sondern um die Existenz seiner Spezies zu sichern. Natürlich spürt man nichts mehr,ist kacke wenn man abstumpft. Wir haben einfach zu viel Zeit und zu viel Langeweile,früher hatte man keine Zeit für Depressionen. Ich hasse die Welt in der wir leben,weine auch oft ganz alleine und bin es auch. Harte Körperliche Arbeit von früh bis spät bis es weh tut das ist das was diese Spinner hier brauchen. Keine Kamera im Gesicht sondern nen Rechen aufm Acker würde gar keine Zeit u Kraft für diesen Bullshit lassen
@zToXxSchön und gut ausgedrückt. "Zu sein" und das zu dürfen. Ich präge mittlerweile mein Kind, mit meinem ich, wie ich bin, sag ihm dass er das nie auf sich berufen soll, aber biete ihm keine glückliche Bubble, die ich mir für uns / ihn wünsche. Schwierig im Alltag und ein No Go!!! ❤
@tinakesemeyer5921Ich leide schon mein ganzes Leben darunter, dass ich einfach keinen wirklichen Sinn in meinem Leben finde und nicht weiß, wofür ich eigentlich täglich aufstehen soll. Dennoch stehe ich jeden Tag auf und arbeite schon seit meiner Kindheit hart, um Bestleistungen zu erbringen. Ich hab immer Bestnoten bekommen, 2 Ausbildungen, 2 Bachelorstudiengänge und ein Masterstudium abgeschlossen. Ich war Turniersportlerin. Ich betreibe seit Jahren einen Youtubekanal. Und habe viel zu viele Hobbys von denen ich jedes einzelne so angehe, als wäre es mein Job. Nebenbei arbeite ich auch noch 40 Stunden die Woche in meinem richtigen Job. Ich fühle mich seit 36 Jahre völlig gestresst und erschöpft, aber ich finde einfach keine Ruhe und kann mich auch nicht wirklich ausruhen und einfach nichts tun, weil ich dann sofort in negative Gedanken abrutsche. Vor allem Stille ertrage ich nicht. Sogar zum Einschlafen lasse ich YouTube-Videos laufen, um bloß keinen Gedanken zuzulassen. Wenn mich Menschen kennenlernen und ich ihnen sage, dass ich depressiv bin, gucken sie mich immer entsetzt an und sagen mir, dass sie das bei alldem, was ich in meinem Leben gemacht und erreicht habe, gar nicht glauben können. Zudem habe ich schon früh gelernt eine lächelnde Maske aufzusetzen und witzig zu sein, um andere Menschen happy zu machen. Ich glaube, dass ich alles, was ich gemacht habe und weiterhin mache, nur tue, weil ich meine Gedanken und Gefühle nur überleben kann, wenn ich ständig beschäftigt bin und sie so gut es geht verdränge. Ich bin schon öfter zusammengebrochen, weil ich nicht mehr konnte, und habe auch schon öfter daran gedacht, mein Leben zu beenden, um endlich nichts mehr leisten zu müssen und Ruhe zu finden. Ich bin jedes Jahr erstaunt darüber, dass ich noch ein Jahr durchgehalten und überlebt habe. Ich hoffe sehr, dass ich noch länger durchhalte und vielleicht irgendwann auch mal zur Ruhe komme.
@lanfearlpich wünschte mir das POC auch repräsentiert wären mit Ihren Sorgen. Erkrankungen, Ihrer Einsamkeit ohne Familienanschluss. Sehr schade.
@amalita5211Es wäre besser, die Menschen ausreden zu lassen und nicht immer wieder in ihre Aussagen reinzukrätschem. Gerade wenn solch sensiblen Leute sich öffnen.
@tw3422