Ist Asperger eine leichte Form von Autismus? | InsideAut
Video Overview & Insights
Auch wenn die Umstellung auf die ICD-11 mit dem Autismus-Spektrum in vollem Gange ist, bekommen nach wie vor die meisten noch die alten Diagnosen wie Asperger oder frühkindlichen Autismus.
Ich bin jetzt in der Diagnostik und ich habe gemerkt, dass meine Einschränkungen hauptsächlich durch meine Intelligenz bestehen. Ich sehe überall Logikfehler, die ich nicht verarbeiten kann. Jede "Fehlermeldung" ist ein Reiz, der sich - anders als Geräusche - nicht ausblenden lässt. Wenn ich eine Intelligenzminderung hätte, würde mir wenigstens diese dauerhafte Reizbelastung fehlen, was unter anderem das Bewältigen vom Alltag oder sozialen möglich machen würde.
Ich finde es absurd zu sagen, dass gute oder erhöhte Intelligenz den Autismus "leichter" machen würde, man weniger Einschränkungen hätte und daher weniger Unterstützung bräuchte. Ja, ich bin schlau genug die Alltagsbewältigung zu verstehen; leider sind mein Körper und Geist ständig überreizt, eben weil ich leider schlau genug bin, um alle Fehler zu bemerken...
Dadurch ist auch das Vorurteil, Asperger sei eine leichte Form von Autismus noch weit verbreitet. Deswegen klären wir heute, was da eigentlich dran ist.
➤ Zum letzten Video: https://youtu.be/lFzhebrVp7Q?si=ex2Qgk7AQRjcx5rV
Hatte die Prädispositionen für Asberger-Autist und ADHS von meinem Opi.
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die unterschiedlichen Autismus-Arten wurden nur aus Eifnachheitsgründen abgeschafft, weil das Unterschieden dazwischen schwierig war (es gibt Überschneidungen). Darum hat man nur noch 1 Schublade gemacht:Autismus.
Neuere Studie zeigt aber bei Hirnscans 4 Autismustypen (>Dr. Amanda Buch, Cornell University)
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Ich maske normalerweise aus Prinzip nicht, obwohl ich es theoretisch könnte und es teilweise von mir erwartet wird. Weil es einfach den Aufwand aus meiner Sicht nicht wert ist und nicht ausreichend wertgeschätzt wird. Wer mit mir authentisch nicht umgehen kann, soll mir einfach fernbleiben.
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Asperger wird ja offiziell zum Autismus gezählt. Da man als Asperger noch irgendwie selbständig überlebensfähig ist und es andere Formen von Autismus gibt, bei denen die Betroffenen völlig von der Umwelt abgekoppelt scheinen, finde ich es in der nicht-fachlichen Umgangssprache durchaus legitim, von "leichter Form von Autismus" zu sprechen. Ich kenne keine völlig dysfunktionalen Asperger.
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Bei mir wurde auch Autismus nach ICD-10 diagnostiziert. Wie die ICD-11 Bezeichnung lauten könnte, kann ich mir ungefähr vorstellen, verrate ich das aber erst, wenn es soweit ist.
More User Perspectives
Mir wurde es bisher immer so gesagt, es sei eine leichtere Form von Autismus. Aber nach allem was ich inzwischen mitbekommen habe, denke ich, das ist alles soviel so riesig so umfangreich, dass man nichts pauschalisieren kann.
Mir hat meine Psychologin u.a. gesagt, auch Menschen mit Asperger sind unterschiedliche Menschen. Unterschiedliche Charaktere, unterschiedlich beeinflusst durch alles was im Leben passiert, genauso wie Nicht-Asperger ebenso.
Beispiel...
Mein Mann hat eher das alles, was mit Logik und Zahlen ect zu tun hat.
Ich bin eine "andere Art".
Mein Gehirn hat Probleme damit und denkt eher in Farben Bildern Tönen Musik ect.
Es könnte Richtung Inselbegabung gehen da. Da bin ich noch dran am herausfinden.
Warum erzähle ich das?
Weil man mir gesagt hat, dass es alles so vielfältig sein kann.
Meine Hypersensibilität ist noch ein Thema dazu. Ein Mischbild....
Und die Aussage Asperger sei eine leichtere Form von Autismus, mir halt so gesagt wurde.
Ich bin manchmal sehr versichert über all die verschiedenen Infos, was davon ist denn nun so wie es gesagt wird?
Bis jetz habe ich das Gefühl, Deinen Videos was Du sagst kann ich gut nachvollziehen und merke es passt vieles auf mich, wie ich mich fühl und denk und ect.
Danke für das Video.
🌻
Vielen Dank für das wiederum sehr informative und super gut erklärte Video. Herzliche Grüsse, Dieter.🍀🍀
@dietermarczinski5516Danke für deine tollen Videos! Sehr interessant, eigentlich für mich mittlerweile nichts neues mehr, aber ich schau sie alle gern. Super erklärt! ...mir ist aufgefallen, dass du deine Lampen/Kerzen im Hintergrund über die Jahre verstellt hast 😂👌
@Y_25DIch finde, es wird viel zu wenig über die Folgen von sensorischen Belastungen bei Autismus geredet.
Die sensorischen Belastungen und anderen Herausforderungen, die mit Autismus einhergehen, bleiben nicht ohne Folgen. Im Laufe der Zeit haben sich verschiedene stressbedingte Erkrankungen entwickelt:
Stressbedingten Erkrankungen
• Herz-Kreislauf-Erkrankungen
• Schlafstörungen
• Schuppenflechte
• Magen-Darm-Probleme
• Chronische Kopfschmerzen
• Nervenkribbeln
• Karpaltunnelsyndrom
• Arthrose und Rückenschmerzen
• Niedergeschlagenheit
• Angstzustände
• Depressionen
• Autistischer Burnout
Oft bleibt nur der Rückzug. Doch auch Autisten müssen ihren Lebensunterhalt sichern. Und dann wird’s wirklich schwierig.
Leider konnte ich dein Video bis jetzt nicht anschauen. Das möchte ich aber nachher nachholen, wenn ich wieder zuhause bin.
Ich selbst bin nämlich auch im Spektrum (ASS + ADHS). Ich muss andauernd masken, wenn ich unter Menschen bin. Das ist so anstrengend, dass ich viel Zeit für mich selbst brauche.
Smalltalk kann ich beispielsweise so gut wie gar nicht, aber schreiben kann ich viel. Was durfte ich mir bisher an Kommentaren wegen dem wenigen sprachlichen Smalltalk anhören, oder wenn ich mal wieder scheinbare wütend wirke. Oder wie arrogant ich mal wieder wäre.
Kurz noch: Ich bin verdammt froh über deine Videos. Mach die bloß weiterhin. Ich fühle mich dann mit meinen Einschränkungen nicht mehr so allein
Ich hatte vor 10 Jahren bei einem Reha-Aufenthalt in einer Klinik für psychsomatische Magen-Darm-Erkrankungen die Verdachtsdiagnose auf Asperger bekommen. Ich habe das damals nicht weiter verfolgt und mich erst in den vergangenen Monaten - ich bin jetzt im Ruhestand - intensiv damit beschäftigt. Ich werde mir keine offizielle Diagnose holen, das brauche ich jetzt wohl nicht mehr.
Aber interressant sind Reaktionen von Freunden, die mich schon seit Jahrzehnten kennen. Denn wenn ich sage: "Ich bin vermutlich Autist", kommt sofort eine ablehnende Reaktion: "Das bist du nicht!". Wenn ich aber sage: "Ich habe vermutlich Asperger", fällt die Reaktion gleich deutlich verständnisvoller und zum Teil auch zustimmender aus. Denn der Begriff "Asperger" ist gesellschaftlich bei weitem nicht so negativ belegt wie der Begriff "Autist". Ich halte diese Differenzierung daher - aus meiner eigenen Erfahrung heraus - also durchaus für sinnvoll.
Ist Autismus nicht eine Entwicklungsstörung ?
Hatte im Kindergarten schon Probleme und dann in der Schule. In seiner eigenen Welt leben hat auch Vorteile,man bekommt nicht so viel von außen mit. Meine Mutter hat immer alles geregelt , da war ich schon über 30 Jahre.
Jetzt mit über 50 Jahren ist es nicht besser.
Meine Mutter ist tot , mein Mann hilft mir nur bedingt und mein Sohn 19 Jahre braucht selber Hilfe.
Das artikulieren fällt uns beiden schwer und andere Menschen verstehen. Kommunikation ist nicht mein Ding. Ich brauche meine Routinen und immer gleiche Tagesabläufe.
Kommt dann was ich nicht habe kommen sehen , fängt mein Körper an zu rebellieren.
Kopfschmerz oder Darmprobleme sind dann nicht auszuschließen.
Ich brauche meine Ruhe und niemanden um mich.
Einkaufen ist stress und macht mich müde.
Während Corona war es ganz gut ,aber jetzt habe ich das Gefühl,das draußen der stress wieder oberhand genommen hat.
Die Menschen sind so hektisch und aggressiv, das mag ich nicht.
In Gesichter sehen und nichts darin zu lesen ist auch nicht gerade gut. Seit 2021 weis ich das ,warum ich mich so verhalte und alles ergibt einen Sinn. Wenn andere mit mir nicht klar kommen , dann ist das so . Ich suche keinen Kontakt , bin mir genug.
In der Schule hätte es sicher was gebracht , Hilfe zu haben und vieles leichter gemacht.
Diesen Funktionsdruck kenne ich nur zu gut. Ich funktioniere auch und ich habe in vielen Punken zu funktionieren gelernt, z.B. im Beruf. Leider kriege ich Beziehungen nicht auf die Reihe, weil da permanente Nähe gewünscht/gefordert wird, die ich nicht bieten kann.
Am Ende ist es mir egal, wie man das Problem medizinisch bezeichnet. Meine Ex knallte mir an den Kopf, dass ich nicht normal sei und ich deshalb tun soll, was sie sagt, da sie normal sei. Naja, danach konnte sie ganz normal ohne mich weitermachen. War es ein Fehler ihr zu sagen, dass ich Aspi bin? Ich hatte gehofft, dass Offenheit zu mehr Verständnis führen würde, aber tatsächlich hat meine Ex es als "Waffe" gegen mich eingesetzt. Schade.
Ich wollte mal anmerken, dass mir der Name deines Kanals sehr gefällt.
Schön, dass du das mit der normalen Sprachentwicklung bei Aspergern erwähnst. Ich höre nämlich immer wieder, dass ich das nicht "haben" (😹) könne, weil ich normal reden kann. Aha!
Danke für das Video und deine Arbeit!
Du ich liebe diesen grünen Pullover! Wo hast du den her? 😇
🙏😀🙏
@goldportal4757Danke, dass du ansprichst wie anstrengend das Masken sein kann. Ich mache auch die Erfahrung, dass Menschen oft von mir erwarten wie ein Nicht-Autist zu funktionieren. Das ist ganz schön frustrierend.
Ich kommuniziere also wiederholt, dass ich andere Bedürfnisse habe, mehr Ruhe brauche. Andere verstehen das aber nicht wenn ich es Ihnen nur einmal sage.
Da Kommunikation mich auch viel Kraft kostet ist es für mich doppelt anstrengend mich immer wieder erneut zu erklären.
Ich kann das Argument für eine gewisse Unterteilung des Spektrums nachvollziehen - nicht zuletzt auch um die unterschiedlichen Unterstützungsbedarfe hervorzuheben. "Aspies" können ja zumeist relativ eigenständig leben, während andere auf dem Spektrum zeitlebens intensive Betreuung und Unterstützung brauchen. Letztere sollten nicht vergessen werden, egal wie sich der Rest nennen möchte.
@astrophe-catErstmal danke für deine tollen und wirklich wichtigen Beiträge! Ich bin jetzt 52 Jahre jung und weiß es erst seit 4 Jahren, das ich im Spektrum bin. Ich brauche keine Diagnose, damit Normis mich in eine Behinderten Schulde stecken können! Jeder der im Spektrum ist, weiß es und kämpft sich jeden Tag durchs Leben.
@charlotterothmann6064Ich habe 45 Jahre Leiden hinter mir.......leicht war und ist das bestimmt nicht....
@Afrika-8-Ich bezeichne mich weiter als Aspergerin. Insbesondere bei Frauen und Mädchen ist wichtig, die geschlechtsspezifischen Symptome zu kennen, um überhaupt auf die Diagnose zu kommen.
Ich habe auch gemerkt "Autistin", da denken die Leute schnell, - die will keinen Sozialkontakt.....und das ist falsch!
Frühkindlicher Autisms , Atypischer Autismus und Asperger haben völlig verschiedene Symptome und völlig unterschiedliche Entwicklungsverläufe.
Beim Frühkindlichen Autismus dominiert oft die geistige Behinderung das Bild.
Ich habe trotz vieler Gemeinsamkeiten schon den Verdacht, es sind verschiedene.Dinge. Asperger können, wenn sie wollen, lernen, sich aktiv zu entwickeln. Das ist für mich ein großer Unterschied.
Die ständige Überforderung durch eine völlig unsichtbare Behinderung finde ich extrem belastend. Ich gehöre zu denen, wo man von Ausssehen und Auftreten erst mal gar nichts merkt.
Für Asperger- Frauen ist das mit ASS ein Nachteil.
Erstes Like von mir(-:
@mathieurembold2014