10 Frauen: Wie viel verdienst du?
Video Overview & Insights
16 % weniger Gehalt für Frauen? Die Gender Pay Gap ist keine Meinung, sonder eine offizielle Zahl. Aber was bedeutet das im echten Leben? Verdienen Frauen für gleiche Arbeit wirklich weniger?
Würdest du eine Person nach ihrem Gehalt fragen?
Jannik ist auf die Straße gegangen und hat diesmal 10 Frauen gefragt: Was steht auf deiner Gehaltsabrechnung? Wirst du fair bezahlt? Und was haben die Gender Pay Gap und Gehaltstransparenz miteinander zu tun? Und vor allem: Wie können wir gerechter werden?
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Ich kenne keine Frau die mehr arbeiten möchte, alle die ich kenne möchten teilzeit arbeiten oder lieber gar nicht
Quellen:
Gender Pay Gap: Frauen bekommen weiterhin weniger Gehalt als Männer
Von innen sieht dein Hamsterrad aus wie eine Karriereleiter 🙂
https://www.sparkasse.de/pk/ratgeber/karriere/karrieretipps/gender-pay-gap.html
Lohngeheimnis: Darf ich über mein Gehalt sprechen?
Die Verschwiegenheit macht an sich schon Sinn...das Gehalt ist sehr individuell, nicht nur von skills, sondern auch von Strategie in der Selbstdarstellung und Platzierung im Unternehmen abhängig. Es ist unzureichend einfach nur auf skills u. Erfahrung zu schauen. Wenn man sich dann vergleicht wird ist das Gefühl bei signifikantwn Unterschieden für gleiche Arbeit dann eigentlich immer negativ. Bekommt der Kollege viel mehr fühlt man sich schlecht und unfair behandelt. Bekommt er viel weniger tut einen der Kollege wohl eher leid was nicht gerade seinem Ansehen u. Respekt zuträglich ist
https://news.kununu.com/schweigepflicht-zum-thema-gehalt/
Entgelttransparenzgesetz 2026: Was du wissen solltest
Eine Pause von 1-3 Jahren oder Teilzeit in der Elternzeit ist meiner Erfahrung nach kein Problem, insbesondere wenn man die Elternzeit auch für Fortbildung nutzt. Danach in Vollzeit zurück kommen und sich den Rücken frei halten lassen - wenn das Kind krank ist, muss das jemand anders übernehmen, denn man selbst ist unabkömmlich im Job - so machen es Männer doch auch - mit dem Mindset gibt es auch keine Gehaltseinbußen.
https://news.kununu.com/entgelttransparenzgesetz/
Destatis: Gender Pay Gap
Laut Statistik hat ein Mann also in seinem gesamten Berufsleben ein einziges Mal häufiger nach mehr Gehalt gefragt (6% mehr). Das nennt man dann Gender Pay Gap. Wow.
https://www.destatis.de/DE/Themen/Arbeit/Verdienste/Verdienste-GenderPayGap/_inhalt.html
Individuals, Jobs and Labor Market: The Devaluation of Women's Work
In welcher Fantasiewelt gibt ein Arbeitgeber einem Mitarbeiter eine Gehaltserhöhung "weil der jetzt mehr Geld braucht, denn er ist Vater geworden"?
Es dürfte einer der wenigen gemeinsamen Nenner in allen Gehaltserhöhungsgesprächs-Tutorials sein, dass "ich brauche mehr Geld" kein Anlass für einen Arbeitgeber ist, das Gehalt zu erhöhen. Nur wenn man Mindstlohn bekommt, die Lebenshaltungskosten steigen und der Arbeitgeber einen halten möchte, hat man mit so etwas vielleicht eine Chance. Denn die Betriebsausgabe Gehalt muss sich für eine Firma insofern lohnen, dass von dem betreffenden Mitarbeiter eine entsprechende höhere Wertschöpfung (Produktivität) kommen muss. Denn keine Firma kann es sich erlauben, mit ihren Investitionen Minus zu machen.
Und da sind wir auch schon bei einem ganz wichtigen Punkt: Alle Gehaltsvergleiche vernachlässigen völlig, dass es erhebliche Produktivitätsunterschiede gibt. Es machen eben in der Realität nicht alle die gleiche Arbeit, selbst wenn das auf dem Papier so sein mag. In meinem Berufsleben habe ich Männer mehr (unbezahlte) Überstunden machen sehen. Ich habe häufiger erlebt, dass Männer sich in ihrer Freizeit fachbezogen fortbilden (zB durch Bücher, Blogs, Youtube), während die Frauen häufiger nach einer bezahlten Schulung gerufen haben, wenn eine neue Excel-Version installiert wurde. Ich sehe häufiger, dass Männer sich durch unangenehme Themen und Phasen durchbeißen, während die Frauen das gerne anderen überlassen.
Wenn Frauen wirklich für die gleiche Arbeit und gleiche Produktivität 6% weniger Geld kosten würden, dann gäbe es null arbeitslose Frauen; Männer würden nur noch für die Stellen angestellt, für die man keine Frau gefunden hat. Das ist eine ganz schlichte betriebswirtschaftliche Sache.
Mit dem unbereinigten Gender Pay Gap zu argumentieren ist absolut unseriös.
Der Beruf des Sekretärs ist steinalt, sie waren Schriftführer am kaiserlichen Gericht. Entsprechend war das nicht nur ein Beruf mit hohem Status. Mitte des 14. Jahrhunderts konnten Schätzungen zufolge (siehe Wikipedia) weniger als 40% der Bevölkerung lesen und schreiben. Man brauchte also eine ungewöhnlich hohe Qualifikation als Mindestvoraussetung für diesen Beruf. Später hat sich der beruf so entwickelt, dass er im Prinzip einfache Handlanger-Tätigkeiten beinhaltete: Telefonate annehmen, Akten abheften, Briefe schreiben, die andere diktiert haben. Jetzt genügten als Mindestvoraussetzung Qualifikationen, die nahezu jeder hatte, ergo wurde diese Arbeit auch weniger wert.
Wenn ich als Facharzt einen Job als Praxisassistenz annehme, bekomme ich auch viel weniger Geld; die Arbeit ist halt weniger qualifiziert.
Aus dieser Historie abzuleiten, dass der Sekretärinnenberuf heute schlechter bezahlt wird als früher, weil da jetzt mehr Frauen arbeiten, ist also Mumpitz.
Ich kenne einige Paare, bei denen die Frau entschieden hat, dass sie zuhause bleibt und der Mann Vollzeit arbeiten geht, obwohl der Mann wollte, dass beide reduzieren und beide die Kinder betreuen. Das scheint in den meisten Fällen nicht "von der Gesellschaft so gefordert" zu sein, sondern von den Müttern so gewünscht und gewählt.
Und noch ein Punkt zum Schluss: Ich betreue meine Kinder zu mehr als 50% selbst und alleine. Kinderbetreuung ist manchmal frustrierend oder nervig, aber meistens bringt sie viel Freude. Ich würde sofort meinen Job an den Nagel hängen und mich 100% um die Kinder kümmern, das ist sehr viel einfacher und nervenschonender als ein komplexer Job, bei dem man auch ständig vor Intrigen und Am-Stuhl-Sägern auf der Hut sein muss.
https://www.terpconnect.umd.edu/~pnc/ASR03.pdf
LAG Rostock, Urteil vom 21.10.2009 – 2 Sa 183/09
Das liegt eher daran, dass die Frauen eher weniger arbeiten (Kind, Halbtags).
https://www.jura.uni-hannover.de/de/studium/im-studium/e-learning-angebote/rechtsprechung-kompakt/detailansicht/news/lag-rostock-urteil-vom-21102009-2-sa-18309
WSI: Anforderungen und Verdienste in Frauen- und Männerberufen
Über Geld sprechen nur die Leute nicht, die Angst haben, es würde ihnen weggenommen... meist die Großverdiener, die andere ausbeuten
https://www.wsi.de/de/einkommen-14619-anforderungen-und-verdienste-in-frauen-und-maennerberufen-cw-index-14926.htm
Antidiskriminierungsstelle: Bewertung von Arbeit
Hours worked = Hours earned.
If you choose to work part-time, you earn less. Male and female.
https://www.antidiskriminierungsstelle.de/SharedDocs/Glossar_Entgeltgleichheit/DE/05_Bewertung_von_Arbeit_Arbeitsbewertung.html?nn=304718
Breadwinner bonus and caregiver penalty in workplace rewards for men and women
Hypergamie wieder ausgespart … ist er eigentlich selbst ein Mann oder eine Frau, weiß man ja heute nicht so genau
http://Breadwinner bonus and caregiver penalty in workplace rewards for men and women.
Wie die Geburt des ersten Kindes dem Einkommen der Mutter schadet - und der Vater profitiert
Interessant, dass manche denke man könne das Gehalt im Tarif nachschauen. Kann man natürlich. Aber die Eingruppierung wird halt verhandelt und FunFact es sind nicht alle gleich eingruppiert ;-)
https://www.fr.de/wirtschaft/wie-eine-schwangerschaft-dem-einkommen-der-muetter-schadet-zr-93165361.html
Breadwinner Bonus and care penalty in workplace rewards for men and women
Unternehmen, die in den Verträgen gegen das Entgelttransparenzgesetz verstoßen, gehören mit Milliarden Strafen bestraft. Ich kenne da echt viele und denen würde es echt so weh tun.
https://gap.hks.harvard.edu/breadwinner-bonus-and-caregiver-penalty-workplace-rewards-men-and-women
Women’s Earnings in Germany Fall by 20% After Marriage
45% der Frauen haben noch nie nach einer Gehaltserhöhung gefragt.... wtf. Das macht jawohl jede Theorie von "Mutterschaftsstrafe" und "breadwinner bonus" bedeutungslos.
https://www.ifo.de/en/press-release/2025-03-07/womens-earnings-in-germany-fall-after-marriage
Am besten verdienen große, schlanke, schöne, verheiratete weiße Männer
https://www.welt.de/debatte/kommentare/plus255617138/Equal-Pay-Day-Wer-10-Zentimeter-groesser-ist-bekommt-mehr-Gehalt.html
Kapitel
Man sollte aber auch nicht komplett verschweigen, dass zwei Jahre in Elternzeit auch zwei Jahre weniger Berufserfahrung bedeuten. Und meistens gehen die Frauen länger als die Männer in Elternzeit. Und häufig gehen dann auch eher die Frauen in Teilzeit, was ebenfalls bedeutet dass es schwieriger ist beruflich voran zu kommen. Also kann man das jetzt nicht nur den Unternehmen anlasten. Sind eher gesellschaftliche Themen.
00:00: Intro
00:17 16 % weniger Lohn: Mythos oder Realität?
frauen sollten mindestens so viel wie wir männer verdienen, einfach weil sie es verdient haben
00:59 Angst vor der Gehaltsverhandlung
02:56 Männerberufe vs. Frauenberufe
bro chillt hamburg
04:19 Die Mutter-Falle: Wie Mütter in der Arbeitswelt benachteiligt werden
06:04 Hochzeit: Gehaltskiller für Frauen?
07:20 Fazit
#MehrAlsGeld #Sparkasse #Gehalt